Internet beschleunigen und unerwünschte Adressen ohne zusätzliche Programme unterdrücken

hostsWerbung wie Banner und Ads ist nicht nur störend, sondern belastet auch unnötig die Verbindung und verlangsamen so Seitenaufrufe. Was nur wenige wissen – sie lässt sich leicht und ohne zusätzliche Programme effektiv unterdrücken. So wird nicht nur vermieden, dass die unerwünschten Animationen, Bilder und Videos überhaupt erst geladen werden, sondern aufdringliche Anbieter bereits im Voraus geblockt. Das Vertauschen von Buttons zum Schließen, wie es in den letzten Jahren in Mode gekommen ist, wird deshalb ebenso einfach ausgehebelt wie Banner, die sich gar nicht erst schließen lassen.

Ein kleiner Eingriff in das System bewirkt Wunder
Um das zu erreichen, bedienen wir uns eines Tricks, der sonst häufig von Systemadministratoren angewandt wird. Bevor ein Computer eine Verbindung in das Internet aufbaut, schaut er erst einmal auf der eigenen Festplatte nach, ob dort nicht bereits die Adresse eingetragen ist. Ist dies nicht der Fall, kontaktiert er einen Namensserver und fragt nach der korrekten IP, um seine Anfrage dorthin zu schicken. Um dies zu verhindern, lenken wir die Anfrage einfach auf den eigenen Rechner um. Da dort keine Informationen zu finden sind, wird statt der Werbung anschließend lediglich die Fehlermeldung angezeigt, dass die betreffende Domain nicht erreichbar ist.

Wie lenke ich Anfragen auf das lokale System um?
Die entscheidende Datei verbirgt sich tief im Systemordner, genauer gesagt in dem Pfad WindowsSystem32Driversetc und nennt sich hosts. Es gibt Skripte und Programme, mit denen sie sich editieren lässt, doch praktisch reicht dazu auch das mitgelieferte Notepad aus. Auf diese Weise ist es auch einfacher, gemachte Änderungen zu überblicken und die Funktionsweise zu verstehen. Um die Datei aufzurufen und zu ändern, sind Administratorrechte notwendig – öffnet deshalb das Notepad mit einem Rechtsklick als Administrator und ladet die Datei. Der Aufbau ist simpel – zuerst steht eine IP – Adresse, die bei der betreffenden Domain aufgerufen werden soll, danach folgt der Domainname selber. Wir tragen hier als IP 127.0.0.1 ein – das ist der sogenannte Loopback, der für den eigenen Rechner steht. Der Domainname entspricht der Adresse, die ihr im Browser eintragt.

Aktuelle Listen gibt es im Internet
Eine Liste mit den größten, derzeitigen Werbeanbietern findet ihr im Internet. Kopiert sie einfach in eure hosts-Datei und speichert diese ab. Auf diese Weise könnt ihr übrigens auch jede weitere URL blocken, deren Aufruf ihr verhindern wollt. Um die Änderungen rückgängig zu machen, reicht es aus, die betreffende Zeile wieder zu löschen. Wie immer, wenn ihr in das System eingreift, empfiehlt es sich, zuerst einmal ein Backup der aktuellen Datei zu machen. Auf diese Weise könnt ihr den Originalzustand schnell und einfach wieder herstellen.